2015 - Woche 04 am 10.08.2015 - wo ist ein Arzt?

10.08.2015 - Montag: Unsere Route heute: Bagenkop ⇒ Marstal

das Wet­ter heute um 07:00 Uhr son­nig, Wind: SE 2-3 - Tem­per­atur: 19° - Barom­e­ter: 1.021 mB.

Nach dem Früh­stück machen wir das Schiff reise­fer­tig und starten nach einem gelun­genen Ablege­manöver unseren kurzen Törn nach Marstal auf der Insel Ærø. Ver­standen haben wir allerd­ings nicht den Sinn der Hafenkarte, da wir sie am Auto­mat­en voll erset­zt beka­men.

Tschüss Bagenkop

Gegen 10:30 leg­en wir in Bagenkop ab und kamen bei Winden aus SE Stärke 2 auch ein wenig vor­wärts und erre­icht­en nach 8,4 SM dann um kurz vor 14:00h den Hafen von Marstal.

Wir liegen an Steg 5 Box 23. Hier kommt der Hafen­meis­ter noch per­sön­lich von Steg zu Steg und kassiert das Liegegeld von 160 DKR inkl. Strom und freiem WLAN, welch­es bestens funk­tion­ierte.  Die Liegege­bühr wird jedoch erst ab 16:00h fäl­lig, da man hier tagsüber zum Bunkern frei liegen kann.

Die Räucherei nahe dem Hafen:

die prin­se­broen-Räucherei

Wir ver­sor­gen uns im Super­markt “Brugsen”, den es auch schon in Bagenkop gab, gehört wohl zu Rewe, denn diesen Schriftzug fan­den wir auf eini­gen Pro­duk­ten. Doch auch hier sucht­en wir vergebens die “H-Milch”, die es wohl in Däne­mark nicht wirk­lich gibt. Anson­sten ist die Auswahl riesig groß, aber auch die Preise sind heftig. 

Dann stat­ten wir der Kirche von 1738 unseren oblig­a­torischen Besuch ab.

Ohne Worte oder: ist das Kun­st oder kann das weg?

Auf dem Weg zum Hafen sehen wir auf dem Werft­gelände neben dem Schiff­fahrtsmu­se­um das Span­tengerüst eines alten Schon­ers, der nach alten Plä­nen als Anschau­ung­sob­jekt errichtet wurde.

Am frühen Abend fing es wieder an zu reg­nen, sodass wir im geschlosse­nen Cock­pit saßen. 

11.08.2015 - Dienstag: heute: nur Marstal

das Wet­ter heute um 07:00 Uhr son­nig, Wind: SE 2-3 - Tem­per­atur: 19° - Barom­e­ter: 1.021 mB.

Beim Aufwachen pras­selt der Regen aufs Deck, doch gegen 10:00h kommt die Sonne wieder zum Vorschein. Wir beschließen, noch einen Tag hier zu bleiben. Wolf­gang wid­met sich der Baum­bremse und stellt fest, dass er eine stärkere Leine dafür benötigt.

Also machen wir uns auf und laufen am Hafen ent­lang, an den hin­teren Ste­gen sind noch sehr viel freie Liege­plätze. Dann find­en wir einen recht großen Yachtzube­hör­laden, wo wir auch die passende Leine kaufen kön­nen.

Hier sehen wir auch das See­manns­denkmal, als Erin­nerung an den 2. Weltkrieg

Im Städtchen gibt es noch ein leck­eres Eis.

Danach gehen wir zur Erik­sens Werft, die sich auf alte Boote spezial­isiert hat. Hier sehen wir auch den Schon­er von gestern wieder.

Las­ten­rad auf Dänisch, schöne alte Lat­er­nen und Schrauben

12.08.2015 - Montag: Unsere Tour heute: Marstal ⇒ Insel Drejø

das Wet­ter heute um 07:00 Uhr son­nig, Wind: N 3-4 - Tem­per­atur: 15° - Barom­e­ter: 1.025 mB

Das Wet­ter ist zwar nicht berauschend, aber das Barom­e­ter ist gestiegen und so entschließen wir uns, in Rich­tung Drejø zu fahren.

Was macht Mann, wenn man motoren muss? Basteln :-))

In der Bucht Skovens Vig soll man sehr gut ankern kön­nen. Dies möcht­en wir mit unser­er Lady heute nun zum ersten Mal ver­suchen.

Eine faszinierende Wolke­nan­sicht, die Sonne set­zt sich langsam durch.

Gegen 11:00h klart es auf und wir starten und fahren immer schön dem Fahrwass­er ent­lang nach Nor­den.

Birk­holm quer ab an StB und erre­ichen die wirk­lich schöne Bucht kurz nach 14:00h - Wir liegen N54° 58,386 E 10°23,10

Es ist schon ein wun­der­schönes Erleb­nis, ein paar andere Schiffe liegen auch hier, aber die Bucht ist ja groß :-))

Wir sitzen weit bis nach Mit­ter­nacht und begin­nen meinen Geburt­stag bei stern­klarem Him­mel und sehr vie­len Stern­schnup­pen. Wenn das kein gutes Omen ist. So viele Wün­sche kann sich man gar nicht aus­denken bei den vie­len Stern­schnup­pen. Gegen Mit­ter­nacht bekomme ich dann noch ein Geburt­stagsständ­chen. Roman­tis­ch­er geht es nicht mehr.

Es ist ein span­nen­des Gefühl, das erste Mal mit der Dou­ble-Fun über Nacht vor Anker zu gehen. Während der Abend­stun­den hat der Wind ein­mal um 360° gedreht und mit ihm unsere Lady. Der Anker hat wun­der­bar gehal­ten, obwohl der Wind zwis­chen­durch auf 4 Bft. auf­brauste

13.08.2015 - Donnerstag: Unsere Route heute: Insel Drejø ⇒ Bagenkop

das Wet­ter heute um 07:00 Uhr son­nig, Wind: N 3-4 - Tem­per­atur: 15° - Barom­e­ter: 1.025 mB.

Heute ist wieder ein­mal der Tag, wo auch ich ein Jahr älter werde, die Sonne scheint und das Wass­er ist heute beson­ders blau - es wird ein schön­er Tag wer­den. Und es war ein schönes Geschenk, den Geburt­stag in dieser wun­der­schö­nen Umge­bung zu begin­nen.

Wir nehmen Abschied von dieser schö­nen Bucht

Das Wet­ter für heute sagt uns Wind 2-3 aus NNE voraus. Na ja, nicht ger­ade viel, aber wir starten gegen 10:00h in Rich­tung Marstall und haben das Groß mehr oder weniger nur als Stütze.

Betrieb im Fahrwass­er

Gegen 12:30 sind wir vor der Hafene­in­fahrt von Marstall und biegen in das Fahrwass­er nach Bagenkop ein.

Schwäne über Schwäne, so viele habe ich noch nie auf ein­mal gese­hen

Ein wenig später nehmen wir sog­ar die Gen­ua hoch, aber der Wind legt sich schnell zum Schlafen hin.

So machen wir dann gegen 15:00 in Bagenkop fest

Abends legt sich eine alte 35er Ras­mus in die Nach­bar­box. Sieht aus, wie neu. Es stellte sich bei einem Gespräch mit dem Eign­er her­aus, er hat sie 2007 von Wrede lack­ieren lassen

14.08.2015 - Freitag: heute: nur Bagenkop

das Wet­ter heute um 07:00 Uhr son­nig, Wind: N 3-4 - Tem­per­atur: 15° - Barom­e­ter: 1.025 mB

Wir schlafen lange, dann macht sich Wolf an die regelmäßige Kon­trolle von Motor, Öl und den Fil­tern.

Wir ver­brin­gen einen “Aus­ruhe Tag”, da Wolf­gangs Rück­en sich seit eini­gen Tagen doch per­ma­nent meldet.

So machen wir einen Spazier­gang zum Strand und noch schnell zum Einkaufen.

Impres­sio­nen aus Bagenkop

Wolf­gang hat­te später lei­der kein Geld mit, als er einen Fis­ch­er sah, der seinen Fang von Schollen verkaufte, schade aber auch. Pro Fisch 10 Kro­nen, das wäre mal ein Schnäp­pchen gewe­sen

Hochbe­trieb an der Mole

Da braut sich was zusam­men

Die neuesten Grip­dat­en für mor­gen sagen erst östliche Winde voraus, die dann am Nach­mit­tag auf West drehen sollen. So entschließen wir uns, mor­gen nach Fehmarn zu segeln, damit Wolf­gang endlich zum Arzt gehen kann, denn der Rück­en wird nicht bess­er. 

15.08.2015 - Samstag: Unsere Route heute: Bagenkop ⇒ Burgtiefe

das Wet­ter heute: Es kön­nte bess­er sein, Wind: E 2 - Tem­per­atur: 19° - Barom­e­ter: 1.007 mB

In der Nacht hat es ziem­lich geschüt­tet, doch jet­zt ist wieder leicht blauer Him­mel.  Gegen 10:00 machen wir uns auf den Weg nach Fehmarn.

Vor­bei an der Süd­spitze von Lan­ge­land

ca. 1 Std. kön­nen wir sog­ar ein wenig segeln, doch dann haben wir nur noch 1 Wind­stärke, also wer­den wir wieder mal zum Motorschiff.

Spaß sieht leicht anders aus, oder?

Wir ver­suchen es zwar immer wieder mal, aber es bleiben eben nur Ver­suche, der schwache Wind treibt sein Spiel mit uns.

Gegen 17:30h passieren wir die Fehmarn­sund­brücke im vollen Dun­st und machen dann gegen 19:30 in Burgtiefe im Ron­dell, Box 21 fest.   

Wir sind zwar hier am Ende des Hafens und haben einen weit­eren Weg zum San­itärge­bäude, aber dafür liegen wir nicht “mit­ten­mang”.

Noch ein klein­er Gang zum Strand, ein paar Schritte am Tag soll­ten ja auch sein.

Kun­st am Strand
von Gerd R. Kirsch

echt unecht :-))

Da wir kein Lokal in näch­ster Nähe find­en, gibt es eine schnelle Lin­sen­suppe mit guten Würstchen

16.08.2015 - Sonntag: heute: nur Burgtiefe

das Wet­ter heute: Es kön­nte bess­er sein: Wind: NE 1, Tem­per­atur: 19°, Barom­e­ter: 1.011 mB

Nach einem gemütlichen Früh­stück wird erst ein­mal der Hafen­meis­ter bezahlt, hier herrschen zivile Preise, 15,50 € pro Nacht, und es gibt sehr gute mod­erne san­itäre Anla­gen.

O-Ton Wolf­gang: Da es im Hafen leer­er wurde, haben wir mit losem Rud­er der Wind­fah­nen­s­teuerung die Manövri­er­fähigkeit getestet. Wir hat­ten dies bei einem anderen Schiff in Marstall gese­hen, und was sollen wir sagen? Es klappt noch bess­er, als wir uns das vorstellen kon­nten.

Gegen 10:00 beka­men wir dann endlich die Nachricht, dass Moritz, der 2. Enkel da ist. Mut­ter und Kind wohlauf, wir freuen uns sehr. 

Der Nach­mit­tag verge­ht mit einem kleinen Spazier­gang, mehr ist nicht drin, der Ischias meldet sich immer mehr zu Wort

Aber ein Eis im Café am Hafen ist doch noch drin.

Na, wird es mor­gen wieder schön?

Nun ist schon die 4. Woche um, wir sind auch wieder in Deutsch­land, da mein lieber Mann Rück­en hat. So wer­den wir hier in Burg einen Arzt auf­suchen müssen.

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