2026 – Woche 02 – das neue Leichtwindsegel kann nicht mit
Unsere Fahrten in dieser Woche:
leider keine mit dem Boot, nur Einkaufen steht noch auf dem Plan
06.07.2026 – Montag: heute - nur Hooksiel
Das Wetter heute Morgen: komplett bewölkt, Temp. 16°, Wind: W4, Baro: 1012, Regenschauer.
Nach dem Frühstück nutzen wir eine Regenpause und fahren noch einmal nach WHV zum Einkaufen. An Bord wird einiges aussortiert, was wir nicht mehr benötigen und so vergeht der Tag.
Das Auto ist wieder voll!
07.07.2026 – Dienstag: heute - nur Hooksiel
Das Wetter heute Morgen: komplett bewölkt, Temp. 17°, Wind W4–5, Baro: 1005.
Wie immer, von Wolf in kursiv
Nach dem Frühstück stellen wir fest, dass die Bedienung des Ventils hinter der Toilette, zumindest für Konstanze, zu schwergängig ist. Ich muss also ein anderes Ventil/Kugelhahn einbauen. Die von mir angefragte Antwort des Verkäufers zu dem erst vor kurzem eingebauten Kugelhahn war, “er wird mit der Zeit wird der Kugelhahn leichter zu bedienen sein”, hat sich nicht erfüllt.
Nachdem ich zunächst daran gedacht hatte, das neue Ventil von SVB persönlich in Bremen abzuholen, fällt mir noch eine Firma in WHV ein, die einen 1 ½ Zoll Kugelhahn haben könnten, und ich habe dort auch Erfolg. Gegen 12:00h habe ich den Kugelhahn ausgetauscht, ich habe den Unterschrank in der Toilette nicht einmal öffnen müssen.
Nach dem Mittagessen beschäftige ich mich mit den beiden Navigationsplottern. Während der neue Plotter (ist auch schon einige Jahre alt) GPX-Dateien direkt von der Speicherkarte einlesen kann, muss ich für den alten Plotter über die Software Basecamp von Garmin die Datei in eine ADM-Datei umwandeln, um sie einlesen zu können.
Eine ganz lange Zeit, ich denke fast 3 Stunden, bearbeite ich dann gemeinsam mit der KI die Frage, wie sich im neuen Plotter die Reisedaten auf 0 zurücksetzen lassen. Die neue Softwareversion des Plotters stimmt nicht mehr mit der Anleitung überein. Irgendwann, gegen 18:00h, haben wir die Lösung gefunden.
Da will ich nicht stören und beschäftige mich mit der Neusortierung meiner vielen Bilder auf meinem PC.
08.07.2026 – Mittwoch: heute - nur Hooksiel
Das Wetter heute Morgen: ¼ bewölkt, Temp. 15°, Wind WNW 3–4, Baro 1014.
Konstanze eröffnet mir kurz nach dem Frühstück, dass sie das Ventil an der Toilette nicht mehr bedienen kann und beim Pumpen auch kein Vakuum aufgebaut würde. Ich teste das kurz danach und kann kein Problem feststellen. Zunächst fällt mir dazu nichts ein.
Also muss ich wohl etwas falsch machen? Ich weiß leider jedoch beim besten Willen nicht, was.
Den ganzen Tag über beschäftige ich mich mit dem Kopfanschlag für den Gennaker. Ich bin im Laufe des Tages mehrfach oben auf dem Mast, nehme auch noch einmal die Genua herunter, weil ich zunächst versuchen wollte, den Kopfanschlag der Genua zu ändern, das war aber aufgrund der baulichen Gegebenheiten am Masttopp nicht möglich.

Im Endergebnis ist es so, dass der “Spinnaker Galgen” geändert und verlängert werden müsste.
Ich werde aber morgen trotzdem versuchen, so wie es jetzt ist, den Gennaker mal anzuschlagen.
Gegen 18:00h bin ich nach diversen Mastbesteigungen fertig genug, um Feierabend zu machen.
Abends gehen wir zum Außenhafen. Die Backfischportionen sind so groß, dass wir sie beide nicht schaffen.
Die Höegh Esperanza und die Excelsior, vom Außenhafen gut zu sehen, bekommen beide mal wieder eine Ladung Flüssiggas.


09.07.2026 – Donnerstag: heute - nur Hooksiel
Das Wetter: komplett bewölkt, Temp. 17°, Wind NW3-4, Baro 1000.
Heute Morgen haben wir wieder die Diskussion um das Kugelhahnventil in der Toilette. Tatsächlich geht es mir nicht nur alleine so, auch Wolfgang bemerkt es inzwischen und hat die Idee, über den Griff ein Verlängerungsrohr zu stülpen, welches er sich für den Kugelhahn am Fäkaltank gemacht hatte. Wie heißt es so treffend: Schau mer mal.
Ich nehme mir dann die Rollanlage für den Gennaker vor und stelle fest, dass deren Schnappschäkel nicht durch das Loch der Aufnahme für die Rolle passt. Offensichtlich hat dieser spezielle Schnappschäkel am Unterteil des Furlers ein besonderes Maß.
Nach Bemühungen am Schäkel etwas beizuschleifen, ohne Erfolg, versuche ich, einen 13,5 mm Bohrer zu bekommen, auch ohne Erfolg. Was hilft ist dann der Dremel mit einem dünnen Schleifkopf. So bekomme ich die Öffnung am Anschlagspunkt sauber so vergrößert, dass ich den Furler anschlagen kann. Der erste Versuch, den Furler so zu bedienen, verläuft positiv.
Ich vergnüge mich derweil mit dem Cockpit, um es für den Törn etwas zu säubern. Mein lieber Mann will auch noch den Rumpf abtauchen, ob die Lady sich einen Bewuchs zugelegt hat. Dieses übernimmt freundlicherweise die Jugend von der SY Scaupi. Und ich probiere nun doch endlich mal den neuen E-Scooter aus. Ich hatte ihn mir gekauft, da ich durch die neue Hüfte etwas ängstlich hatte, mit dem Rad zu stürzen. Mein schönes Brompton Klapprad steht nun in der Garage. Wolfgang meinte nach der Rollertour: “Du hattest aber ein ganz schön zufriedenes Grinsen im Gesicht”!
So vergeht der Tag, der zwar trocken verlief, aber doch sehr bedeckt.
Zum Abendessen bereite ich eine Gemüsepfanne mit Putengeschnetzeltem vor: Paprika, Mais, Zucchini, Zwiebeln und Knobi werden im Airfryer wunderbar. Zur Verfeinerung und für etwas mehr Saft kommt demnächst noch 1 Tomate dazu. Dazu gab es Baguette und war ausgesprochen lecker.
10.07.2026 – Freitag - nur Hooksiel
Das Wetter heute Morgen: ¼ bewölkt, Temp. 17°, Wind NE3, Baro 1018.

Das erste Problem am heutigen Morgen ist das alte Problem. Der Kugelhahn hinter der Toilette ist wieder so fest, dass selbst ich ihn nur sehr mühsam bewegt bekomme.
Nachfrage bei der KI bestätigt den Verdacht, dass sich auf einer minderwertigen Kugel im Hahn über Nacht Urinstein festsetzt. Wir müssen also den Hahn nochmals tauschen auf ein hochwertiges Produkt.
Dann beschäftigen wir uns mit dem neuen Gennaker, müssen leider nach längerem Probieren feststellen, dass sich der Topwirbel oben verhakt und wir den Gennaker somit nicht entrollen können. Durch den kurzen Spinnaker Galgen ist am Segelkopf einfach zu wenig Platz.


Ich muss dann natürlich nochmal auf den Mast, weil beim Nachmessen der Vorlieklänge das Maßband sich oben verfangen hat. Ich messe dann nochmal auf dem Steg das eingerollte Segel vom Halsanschlag zum Kopfanschlag und komme auf eine Länge von 11,60 m.
Da wir nun auf die Schnelle keinen anderen Galgen auf dem Masttop bekommen, muss das neue Segel leider zu Hause bleiben. Ein herber Einschnitt, aber jetzt nicht zu ändern.
Nach dem Misserfolg, den ich mir leider selbst zuschreiben muss, gibt es noch ein positives Ergebnis am Großsegel. Nachdem ich wie geplant die Reffleinen eingezogen habe, lasse ich das Großsegel fallen und es saust wunderbar herunter auf den Baum, ohne dass ich nachhelfen muss. Die neuen Rollenrutscher haben sich gut bewährt.
11.07.2026 – Samstag: heute - nur Hooksiel
Das Wetter heute Morgen: komplett bewölkt, Temp. 18°, Wind NE–1, Baro 1019.
Gegen 08:15h bin ich dann auf der Bahn Richtung Bremen zu SVB. Dort kaufe ich dann den bestellten neuen Kugelhahn aus Bronze mit extra guter Kugel aus verchromten Messing, das teuerste Modell bei SVB und dazu als Ersatz noch einen Kugelhahn von Truedesign.
Daneben noch Seekarten von Südengland, weil wir uns wegen der Umstände, insbesondere auch wegen des so nicht einsetzbaren Gennakers, sich unsere Törn Pläne geändert haben. Wir werden die große Tour mit Überwinterung in Südeuropa verschieben und planen jetzt von hier aus über die englische Südküste zu den Kanalinseln von dort entlang der französischen Küste zurückzufahren.
Zurück aus Bremen montiere ich den neuen Kugelhahn, wir werden die mindestens die nächsten 2 Tage abwarten, ob der Hahn leichtgängig bleibt.

Am Nachmittag lasse ich das Schlauchboot ins Wasser und fahre den Motor für ca. 20 Minuten aus. Er springt übrigens sofort an.
12.07.2026 – Sonntag: heute - nur Hooksiel
Das Wetter heute Morgen: ¼ bewölkt, viel Tau von der Nacht, Temp. 17°, Wind N2–3, Baro 1023.
… trara … der Hebel vom neuen Kugelhahn bewegt sich noch!
Mein lieber Mann geht einkaufen, ja richtig gelesen, er geht zu Fuß. Aber es ist doch weiter, als gedacht. Also nach strammen schnellen Schritten ist erst einmal etwas Ausruhen angesagt. Es ist ja schließlich Sonntag :-) Und außerdem ist es sonnig und angenehm warm und trocken.
Also ein guter Tag und …. Der Kugelhahn bewegt sich auch noch.
So ist nun auch unsere 2. Woche um, und wir sind immer noch im Heimathafen.