SM 2016 Bornholm W.11

19.09.2016 - Montag: heute: nur Cuxhaven

das Wet­ter heu­te: teil­wei­se bewölkt, Wind: DE 3 - Tem­pe­ra­tur: 16° - Baro­me­ter: 1019 mB.

Am Vor­mit­tag ist PC-Time. Wolf­gang besucht die Fir­ma Lidl.

Die Son­ne geht auf und schiebt hof­fent­lich die Wol­ken weg

mor­gens um sie­ben … :-))

Der Wohn­wa­gen­platz direkt am Hafen ist nach wie vor gut besucht.

Am Nach­mit­tag machen wir einen Spa­zier­gang zur „Alten Lie­be“ und durch die gesam­ten Hafen­an­la­gen. Wet­ter­mä­ßig haben wir Glück. Über­wie­gend scheint die Son­ne, nur sel­ten schie­ben sich ein­mal Wol­ken vor die Son­ne.

Der Ham­bur­ger Leucht­turm, der Anfang des 19. Jahr­hun­derts von der Stadt Ham­burg erbaut wur­de. Zu die­ser Zeit gehör­te das Gebiet hier noch zu Ham­burg.

Er ist ein Wahr­zei­chen von Cux­ha­ven und steht unter Denk­mal­schutz.

Die his­to­ri­sche 2-stö­cki­ge Aus­sichts­platt­form wur­de 1733 errich­tet. Heu­te infor­miert eine Laut­spre­cher­an­sa­ge über die vor­bei­fah­ren­den Schif­fe.

Selbst Hein­rich Hei­ne, der mehr­fach in Cux­ha­ven war, nahm die Alte Lie­be in einem Gedicht zum The­ma.

Eine Spit­ze eines gezo­ge­nen Ramm­pfah­les der Alten Lie­be.

Im Hin­ter­grund der Hafen­kon­troll­turm, 1960 erbaut

Das Sema­phor von 1884. Es zeigt die Wind­rich­tun­gen und -Stär­ken bei Bor­kum und Hel­go­land an.
In den Krei­sen wird die Rich­tung ange­zeigt, im obe­ren Teil die Wind­stär­ke, wobei jeder Arm 2 Wind­stär­ken bedeu­tet.
Hier z.B: Wind aus NNO mit Stär­ke 4

Das Minen­su­cher-Ehren­mal wur­de 1935 ein­ge­weiht. Der Mit­tel­punkt ist eine ech­te See­mi­ne aus dem 1. Welt­krieg.

Das alte Feu­er­schiff Elbe 1 heu­te ist es ein schwim­men­des Muse­um, es ist jedoch jeder­zeit voll funk­ti­ons­fä­hig.

Den Abend ver­brin­gen wir bei gutem Essen an Bord.

20.09.2016 - Dienstag: heute: nur Cuxhaven

das Wet­ter heu­te: total bewölkt,
Wind: ENE 2 - Tem­pe­ra­tur: 15° - Baro­me­ter: 1018 mB.

Ich habe wie­der mal Magen und eini­ge Gän­ge in der Nacht gehabt. Wolf­gang holt sich bei der Hafen­meis­te­rin den Zugang zum WLAN, hier an Steg 1 ist es rich­tig gut. Auch erfährt er, dass er hier in der Box als 9,50 m Boot durch­geht und des­halb nur 13 € statt der übli­chen 20 € zah­len muss. Tags­über ziem­lich ent­spannt und ein kur­zer Gang ins nahe­ge­le­ge­ne Lot­sen­vier­tel.

Jedoch am Abend kommt ein Anruf der Mal­te­ser aus Solin­gen. Schwie­mu ist im Tief­ge­schoss am Müll­con­tai­ner gefal­len und muss­te zum Nähen einer Platz­wun­de ins Kran­ken­haus. Unser „Oma­team“ hat bes­tens funk­tio­niert und Irm­gard ist mit ihr ins Kran­ken­haus gefah­ren und hat sie dann auch wie­der heim gebracht.

Ich hän­ge noch mit mei­nem Magen ein wenig in den Sei­len. So hat mein lie­ber Mann ent­schie­den, dass wir mor­gen noch nicht nach Hook­siel fah­ren.

21.09.2016 - Mittwoch: heute: nur Cuxhaven

das Wet­ter heu­te: teil­wei­se bewölkt, Wind: NNE 1-2 - Tem­pe­ra­tur: 17° - Baro­me­ter: 1022 mB.

Beim Eier­ko­chen muss­ten wir die 3. Gas­fla­sche anbre­chen. Am Vor­mit­tag füllt Wolf­gang noch ein­mal Frisch­was­ser nach und macht einen Gang zum Ein­kau­fen. Ist auch zu Fuß gut zu errei­chen, wenn man nicht zu viel schlep­pen muss.

Mein Magen meint nun, es reicht und will nach heim ;-)) So wol­len wir mor­gen los­fah­ren. Wolf­gang macht am Nach­mit­tag noch einen Spa­zier­gang und nutzt das Allein­sein mit etwas mehr Tem­po beim Gehen.

Am Abend fra­ge ich: Was ist los, war­um wankt unser Schiff so? Mein lie­ber Mann mein­te nur tro­cken: Ver­trägst Du den Wein nicht mehr? :-))

Die Vor­her­sa­ge für mor­gen: Wind aus süd­li­chen Rich­tun­gen mit 2 Bft. DWD sagt 3-4 Bft. Vor­aus. Mal sehen, wer Recht hat.

22.09.2016 - Donnerstag: Unsere Route heute: von Cuxhaven nach Hooksiel

das Wet­ter heu­te: teil­wei­se bewölkt, Wind: S 2 - Tem­pe­ra­tur: 15° - Baro­me­ter: 1022 mB.

Mein Magen hat sich etwas beru­higt und so beschlie­ßen wir, zu fah­ren.

07:30h geht es los nach Ton­nen neben der Fahr­was­ser­sei­te. Wind S2 Geschwin­dig­keit über Grund teil­wei­se über 8 Kn.

Gut 3 Std. spä­ter kön­nen wir segeln. Aber mit dem Groß haben wir zu viel Krän­gung, sodass die Enden des auf der Heck­platt­form ste­hen­den Schlauch­boo­tes immer wie­der im Was­ser schlei­fen.

Also Maschi­ne an, Wolf­gang hängt das Schlauch­boot ans Schiff an, die Genua bleibt ste­hen, sie zieht gut mit.

Gegen 13:00h fah­ren wir ins Wan­ger­oo­ger Fahr­was­ser ein und machen 2 Std. spä­ter in unse­rem Außen­ha­fen fest.  Wir haben sogar die Geschwin­dig­keit ab Ton­ne 16 dras­tisch gedros­selt, dass wir nicht zu früh im Außen­ha­fen waren. Wir lau­fen mit 1.000 UpM trotz­dem noch 6 Kn über Grund.

Wir kön­nen dann die 16:00 Schleu­se neh­men und machen dann spä­ter unter mei­ner Füh­rung in unse­rer Box fest, da der Schwin­del noch immer nicht ver­schwin­den will.

Dann bekom­me ich wie­der Gleich­ge­wichts­stö­run­gen wie ges­tern am Abend. Das kann aber nicht mehr am Wein lie­gen. So suchen wir einen All­ge­mein­me­di­zi­ner in Hook­siel auf. Er meint nur tro­cken: Sie haben sicher zu wenig getrun­ken. Mor­gen früh soll noch Blut abge­nom­men wer­den.

23.09.2016 - Freitag: Heimathafen

das Wet­ter heu­te: Son­ne, Wind: - Tem­pe­ra­tur: 17° - Baro­me­ter:

Ich wan­ke wei­ter durch die Land­schaft, als hät­te ich zu viel Alko­hol im Blut. Da die Pum­pe unse­rer Toi­let­te ver­sagt, führt mich Wolf­gang zu unse­rem Sani­tär­ge­bäu­de, dass ich auf dem Steg ja nicht ins Was­ser fal­le. Wir fah­ren dann zur Blut­ab­nah­me.

Da uns der Arzt nicht wirk­lich wei­ter­hel­fen kann, ent­schei­den wir uns auf­grund der Umstän­de, das Abse­geln für mor­gen abzu­sa­gen. Wir fah­ren bereits heu­te heim. Wir machen also nach dem Früh­stück das Boot fer­tig und packen die nötigs­ten Sachen ins Auto und star­ten gegen 12:00h in Rich­tung Solin­gen.

Das war lei­der kein rühm­li­ches Ende unse­res dies­jäh­ri­gen Törns und brach­te mir meh­re­re Wochen Kran­ken­haus­auf­ent­halt in Solin­gen ein, wo ich wirk­lich von Kopf bis Fuß durch­ge­checkt wur­de. Aber ich lebe ja noch ;-)) und mir geht es wie­der gut.

O-Ton Wolf­gang: Unser Törn in die­sem Jahr dau­er­te 11 Wochen und wir haben ins­ge­samt fol­gen­de Zah­len notiert:

Gefah­re­ne SM nach GPS = 834 SM

Gefah­re­ne Stun­den = 175,5 Std.

Ohne NOK = 151,7 Std.

Gefah­re­ne Stun­den unter Maschi­ne: 116,4 Std.

Ohne NOK = 92,6 Std.

Ohne NOK Anteil Maschi­nen­fahrt 61% (teil­wei­se mit Segel­un­ter­stüt­zung)

Wet­ter: beschei­den bis …

Im nächs­ten Jahr wer­den es sicher noch etli­che Motor­stun­den mehr wer­den, denn der Götaka­nal steht ja an.

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