2024 - W.03 am 23.09.2024 - getrennte Wege

23.09.2024 - Montag: Unsere Route heute: Dragoer - Sundby-Kopenhagen

Das Wet­ter heu­te in der Frü­he: total bewölkt, 14°, Wind E 2-3, Baro 1010. Der Wind soll im Lau­fe des Tages auf süd­li­che Rich­tung dre­hen, Stär­ke gleich­blei­bend. Wir wol­len heu­te zum Hafen Sund­by fah­ren.

Z. Zt. herrscht star­ker See­ne­bel. Sicht­wei­te unter 100 m. Doch die Son­ne kämpft sich durch.

Die Brü­cke ist im Nebel ver­schwun­den.

Tschüss Dra­gør

11:00h - wir fah­ren los
mit 1.500 RPM und ca. 5 Kn. in Rich­tung Nord

nach ca. 30 Minu­ten sehen wir erst, wie nah der Flug­ha­fen von Kopen­ha­gen ist. Wir haben in Dra­gør rein gar nichts gehört.

Wir pas­sie­ren das Leucht­feu­er Nord­re Rose und dann geht die Fahrt in Fahr­was­ser “Kon­ge­dy­bet”

Wir nähern uns dem Sund­by Sejl­fo­rening Havn. Man merkt doch, dass man in den Aus­läu­fern von Kopen­ha­gen ange­langt ist.

Wir müs­sen suchen, um einen Platz zu fin­den, der breit genug ist für unse­re 3,10 m. Wir fin­den nur eine ein­zi­ge grü­ne Box mit 3,40 m. Passt ja :))

um 12:30h lie­gen wir nach 5,9 sm und 1,5 Std. fest im Hafen. Die Lie­ge­platz­ge­bühr beträgt 160 DKK inkl. Strom und Duschen.

Mein lie­ber Mann mosert auf dem Weg zum nahen Lidl über den Hafen, den uns ein Segel­ka­me­rad aus unse­rem Ver­ein emp­foh­len hat:

Das Tor macht zu, wie kom­men wir am Abend in den Hafen?
Nur eine Dusche für einen so gro­ßen Hafen?
Kein Hafen­meis­ter und der Auto­mat ist defekt? Der ers­te Ver­such am Hafen­au­to­ma­ten ver­läuft nega­tiv. Auto­mat mel­det: defekt.

Dann tref­fen wir einen net­ten Dänen, der deutsch spricht und uns mit­teilt, dass es kei­nen Hafen­meis­ter gibt und der uns den Code für die Sani­tär­an­la­gen ver­rät: 0100#.

Lidl ist in unmit­tel­ba­rer Nähe des Hafens und wir holen uns ein Eis, da die Son­ne heu­te noch­mal sehr warm scheint. Das Eis ist so süß, dass es uns fast anekelt.

Auf dem Rück­weg sehen wir uns die Info­ta­fel noch etwas genau­er an: Es gibt 6 gro­ße Duschen, die ein­zel­ne Dusche inkl. Toi­let­te und Wasch­tisch ist so groß wie ein Bade­zim­mer, nicht so modern, aber sau­ber. Und das alles für 160 DKK, was will man mehr. Der net­te Däne erklärt uns auch, dass die U-Bahn­sta­ti­on ganz in der Nähe ist und man sehr schnell in die Innen­stadt von Kopen­ha­gen kommt.

Also, alles palet­ti, will ich mei­nen.

Ein schö­ner und son­ni­ger Tag geht zu Ende.

24.09.2024 - Dienstag: heute: nur Sundby-Kopenhagen

Das Wet­ter heu­te in der Frü­he: total bewölkt, 16°, Wind S 2, Baro 1000

Wir gehen noch vor dem Früh­stück duschen, da der Him­mel nichts Gutes ver­heißt. Kaum sind wir wie­der auf dem Boot, setzt ein Regen­schau­er ein. Der Regen beglei­tet uns auch den gesam­ten Tag über, mal mehr mal weni­ger. Ges­tern war es doch noch so schön und heu­te nur Regen.

In der Mit­tags­zeit nutzt mein lie­ber Mann eine kur­ze Regen­pau­se und macht sich auf den Weg zu unse­rem Hof­lie­fe­ran­ten Lidl.

Ich backe zwi­schen­zeit­lich einen Kuchen im Omnia und spä­ter noch Fri­ka­del­len. Die kön­nen wir lei­der am Abend noch nicht essen, da ich ver­se­hent­lich statt der Pfir­sich­do­se für den Kuchen die Dose mit der Lin­sen­sup­pe geöff­net habe. Die­se schmeckt uns aber zum Abend­essen auch sehr gut.

O-Ton Wolf­gang: Gegen Abend schüt­tet es dann aus Eimern und ich stel­le fest, dass wir bei sol­chem Stark­re­gen eine undich­te Stel­le haben müs­sen. Das Was­ser läuft dabei auf der StB-Sei­te wohl an der Bord­in­nen­wand nach unten und brei­tet sich auf der StB-Sei­te unter den Kork­flie­sen aus. Dort tritt es dann aus den Fugen aus, beson­ders, wenn man sich auf dem Boden viel bewegt.

Irgend­wann, ich lie­ge schon in der Koje, schlei­che ich mich wie­der raus: Ich muss eine Schmerz­ta­blet­te neh­men, mein rechts Bein schmerzt von der Hüf­te bis zum gro­ßen Zeh. Wolf­gangs Kom­men­tar: Dann wird das nix mit dem Besuch von Kopen­ha­gen, den wir für mor­gen geplant haben. Nein, so weit kommt es noch. Mein lie­ber Mann hat sich Kopen­ha­gen gewünscht, wenn ich mich nicht rich­tig bewe­gen kann, dann muss er allei­ne die Tour machen, und ich pfle­ge mich auf dem Schiff.

25.09. 2024 - Mittwoch: heute: nur Sundby-Kopenhagen

Das Wet­ter heu­te in der Frü­he: total bewölkt, 14°, Wind SW 4, Baro 995

Gesagt, getan, so machen wir das heu­te: ich gen­emi­ge mir zum Früh­stück eine wei­te­re Schmerz­ta­blet­te und Wolf­gang macht sich auf den Weg.

O-Ton Wolf­gang: Am spä­ten Vor­mit­tag fah­re ich dann allei­ne mit der Metro in die Kopen­ha­ge­ner Innen­stadt und dort mit dem “Hop on Hop of” Bus durch die Stadt. Das Stadt­bild erin­nert mich stark an Ham­burg. An der Sta­ti­on “Klei­ne Meer­jung­frau - Mer­maid” stei­ge ich aus und mache eini­ge Fotos. Ansons­ten ist das Foto­gra­fie­ren aus dem Bus unbe­frie­di­gend. Glück habe ich, dass ich eine regen­freie Zeit erwischt habe.
Die Fahrt mit der Metro gestal­tet sich ein­fach und gut. Tickets kön­nen an allen Sta­tio­nen mit Visa Card gewählt und bezahlt wer­den.

Hier fährt die Metro ohne Fah­rer, ca. im 4-Minu­ten Takt oder noch schnel­ler. Die Bahn­hö­fe sind blitz­blank sau­ber und es läuft alles gesit­tet ab.

Mit dem roten Bus durch Kopen­ha­gen:

Haupt­bahn­bahn­hof -Køben­havns Hoved­ba­ne­gård - es ist der größ­te Bahn­hof Däne­marks und wur­de 1911 eröff­net

Die Ny Carls­berg Glyp­to­tek

Tiet­gens Hus, es befin­det sich direkt neben den Über­res­ten der abge­brann­ten Kopen­ha­ge­ner Bör­se (Bør­sen), die in den nächs­ten Jah­ren restau­riert wird.

Chris­ti­ans­borg-Palast - es ist ist welt­weit der ein­zi­ge Reprä­sen­ta­ti­ons­bau, der die höchs­ten Ver­tre­ter von Exe­ku­ti­veLegis­la­ti­ve und Judi­ka­ti­ve unter einem Dach ver­eint

Admi­ral Niels Juel bei Hol­mens Kanal

Magasin du Nord - Seit 2021 ist Magasin du Nord Teil der Unter­neh­mens­grup­pe Peek & Clop­pen­burg* Düs­sel­dorf.

könig­li­che Pavil­lons am Told­bod, die ele­gant gestal­te­ten Gebäu­de wur­den ursprüng­lich errich­tet, um Mit­glie­dern der däni­schen Königs­fa­mi­lie einen kom­for­ta­blen Ort zum War­ten auf könig­li­che Schif­fe zu bie­ten.

und zum guten Schluss: die Dame darf ja nicht feh­len :-))

O-Ton Wolf­gang: Spä­ter am Nach­mit­tag nach dem Kaf­fee­trin­ken mit selbst­ge­ba­cke­nem Kuchen stel­le ich fest, dass das Was­ser bei Stark­re­gen wohl im Vor­schiff­be­reich hin­ein­kommt. Es läuft dann wohl hin­ter der Ver­klei­dung auf dem Strin­ger wei­ter bis zum 1. Schrank, dort läuft es nach unten Rich­tung Salon und von dort unter die Kork­flie­sen.
(erst im nächs­ten Jahr wer­den wir fest­stel­len, dass das Was­ser an einem auch heu­te (09.06.2025) noch nicht bekann­tem Punkt der Fuß­re­ling ein­tritt, von dort durch die Fuß­re­ling bis zum 1. Schrank läuft und dort im Decken­be­reich unter­halb der Fuß­re­ling aus­tritt).

Da für den mor­gi­gen Tag durch­ge­hen­der Regen ange­sagt ist, brau­chen wir uns um ein Pro­gramm auch kei­ne Gedan­ken zu machen.

26.09.2024 - Donnerstag: heute: nur Sundby-Kopenhagen

Das Wet­ter heu­te in der Frü­he: total bewölkt, 14°, Wind SE 4-5, Baro 990

Es ist jetzt 13:00h. Bis jetzt reg­net es durch­ge­hend.
Wolf­gang geht wei­ter auf Suche, wo das Nass her­kom­men könn­te und wo es genau in das Inne­re ein­tritt.

Da für den mor­gi­gen Tag wie­der Mist­wet­ter ange­sagt ist, ent­fällt auch ein Pro­gramm, zumin­dest für drau­ßen.

27.09.2024 - Freitag: heute: nur Sundby-Kopenhagen

Das Wet­ter heu­te in der Frü­he: total bewölkt, 14°, Wind W 4-5, Baro 982

Die Wet­ter­pro­gno­se für heu­te: bis gegen 10:00h viel Regen, dann viel Wind.

Da es heu­te noch viel Stark­wind geben soll, die Böen rau­schen jetzt schon hier durch den Hafen, war­tet Wolf­gang mit sei­ner Fahr­rad­tour nach Kopen­ha­gen noch bis mor­gen.

Zwi­schen den Regen­schau­ern geht Wolf­gang noch 2 x zu Lidl und holt ins­be­son­de­re Was­ser und Apfel­saft.  Ansons­ten ver­läuft der wei­te­re Tag ruhig. Abends nimmt der Wind kräf­tig ab, soll aber mor­gen noch­mal gut auf­fri­schen.

Am Abend gibt es einen lecke­ren Auf­lauf. 028

28.09.2024 - Samstag: heute: nur Sundby-Kopenhagen

Das Wet­ter heu­te in der Frü­he: teil­wei­se bewölkt, 11°, Wind N 1, Baro 1021

Nach lan­ger Zeit scheint beim Auf­ste­hen die Son­ne. Der Wind soll heu­te noch­mal kräf­tig auf­fri­schen. Ich neh­me nach wie vor am Mor­gen und am Abend eine Schmerz­ta­blet­te und ver­su­che mich sehr zu scho­nen, damit ich den Törn eini­ger­ma­ßen schmerz­frei bis zum Ende erle­be.

O-Ton Wolf­gang: Auf­grund des Wet­ters, heu­te mal über­wie­gend son­nig, aber sehr win­dig, neh­me ich mein Fahr­rad und mache eine Besich­ti­gungs­tour in die Innen­stadt von Kopen­ha­gen. Vor­her hat­te ich mir von “Chat GPT” eine Fahr­rad­tour zu den bekann­tes­ten (?) Sehens­wür­dig­kei­ten zusam­men­stel­len las­sen, ca. 15 km lang. Über super Rad­we­ge führt mich “Maps” über die Rou­te, wirk­lich sehr ange­nehm dort zu fah­ren, und ich bin wie­der begeis­tert von mei­nem Bromp­ton.
Ich mache Fotos so gut ich es mit der klei­nen Kame­ra und dem Han­dy kann. Kon­stan­ze wird evtl. etwas dar­aus machen.

Skues­pil­hu­set -
könig­li­ches Schau­spiel­haus
liegt am Stadt­ha­fen

Nyhavn
ein ech­ter Klas­si­ker und auch ein Wahr­zei­chen von Kopen­ha­gen

Schloss Ama­li­en­borg - einer der beein­dru­ckends­ten Rok­ko­ko­bau­ten Däne­marks

Ama­ger Bak­ke auch bekannt als Ama­ger Hang oder CopenHill ist ein Kraft-Wär­me-Kopp­lungs­werk für Abfall und Ener­gie

und wird auch als Ski­hal­le genutzt

St. Alban’s Church
Die Sankt Alb­ans Kir­che ist die ein­zi­ge angli­ka­ni­sche Kir­che in Däne­mark und wur­de zwi­schen 1885 und 1887 erbaut. Direkt davor liegt der Gefi­on Spring­brun­nen.

Gefi­on­spring­van­det -
Lt. der Sage habe ein Och­sen­ge­spann beim Pflü­gen aus der Mit­te Schwe­dens ein gro­ßes Loch geris­sen und die Land­mas­se in die Ost­see geschleu­dert. Das Loch in Schwe­den bil­det heu­te den Vänern-See. Aus dem her­aus­ge­ris­se­nen Land­stück soll die Insel See­land ent­stan­den sein.

Køben­havns Råd­hus
Das Rat­haus wur­de 1905 fer­tig gestellt und dient heu­te als Sitz des Bür­ger­meis­ters von Kopen­ha­gen.

Bør­sen - die ehe­ma­li­ge Bör­se, die 2014 einem Brand zum Opfer fiel und schwer beschä­digt wur­de.

Chris­ti­ans­borg Slot
Es beher­bergt die Spit­zen der drei Staats­ge­wal­ten des König­reichs Däne­mark und ist welt­weit der ein­zi­ge Reprä­sen­ta­ti­ons­bau, der die höchs­ten Ver­tre­ter von Exe­ku­ti­ve, Legis­la­ti­ve und Judi­ka­ti­ve unter einem Dach ver­eint. Neben den Räu­men des Par­la­ments Fol­ke­ting befin­den sich das Obers­te Gericht, der Dienst­sitz des Minis­ter­prä­si­den­ten, sowie Emp­fangs­räu­me des Däni­schen Königs­hau­ses im Schloss

Das war die aus­gie­bi­ge Rad­tour von Wolf­gang durch Kopen­ha­gen.

Im Hafen ist heu­te Segel­prü­fung und so haben wir heu­te auch ein wenig Hafen­ki­no.

Für mor­gen sind Win­de 4-5 aus NW ange­sagt. Wir wol­len Kurs Süd neh­men, evtl. Køge oder Rød­vig.

unsere Heimreise beginnt

29.09.2024 - Sonntag: Unsere Route heute: Sundby-Kopenhagen -> Rødvig

Das Wet­ter heu­te in der Frü­he: klar, 8°, Wind WNW 3, Baro 1018
Der Wind soll­te gleich­blei­bend sein mit Ten­denz etwas weni­ger.

Tschüss Sund­by Sejl­fo­rening, ein ruhi­ger Ver­eins­ha­fen, den man nur emp­feh­len kann.

Um 09:30 fah­ren wir aus dem Hafen, wo es uns doch sehr gut gefal­len hat, ruhig und doch ist man ratz fatz in der Innen­stadt von Kopen­ha­gen.

Jetzt kön­nen wir das Bild doch eher zuord­nen :-))
ein Kraft-Wär­me-Kopp­lungs­werk für Abfall und Ener­gie und wird auch als Ski­hal­le genutzt

Nord­re Rose trotzt uner­schüt­ter­lich den Flie­gern

Auch die Ore­sund­brü­cke ist heu­te klar zu sehen

Knapp eine Stun­de spä­ter segeln wir in Rich­tung Süden. Bei west­li­chen Win­den lau­fen wir bis zu 7 Kn. nur unter der Genua.

Doch der Wind wird bald etwas schwä­cher, am Leucht­feu­er Drog­den an BB. lau­fen wir unter Genua mit hal­bem bis Amwind­kurs im Durch­schnitt immer noch 5 Kn und dar­über.

noch ein Blick zu der alten Kir­che

Der Boes­dal Kalk­bruch wur­de Ende der 70er Jah­re still­ge­legt.

Heu­te dient es den ver­schie­dens­ten Akti­vi­tä­ten


Gegen 14:30 flaut der Wind ab auf W3. Eine hal­be Stun­de spä­ter haben wir noch 3 sm bis Rød­vig. Wir strei­chen die Genua und fah­ren unter Motor den Rest bis zur Mari­na.

Rød­vig, wir sind wie­der da.

Gegen 16:00h machen wir nach 30,1 sm 6,5 Std., wie­der am neu­en Längs­stei­ger fest. Davon sind wir ca. 4,5 Std gese­gelt.

Zum Abend­essen essen wir lecke­re Brat­kar­tof­feln mit Speck, Zwie­beln und Ei. Sehr gut.

O-Ton Wolf­gang: Kon­stan­ze mein­te: “Von Pell­kar­tof­feln essen wir nicht so vie­le wie von Brat­kar­tof­feln, weil Pell­kar­tof­feln sich nicht so rein­lüm­meln las­sen wie Brat­kar­tof­feln”!

Nun ist die 3. Woche um und wir befin­den uns wie­der auf der Heim­fahrt, mal sehen, was noch so auf uns zukommt.

Schreibe einen Kommentar