2024 - Kopenhagen - Einleitung

5 Jah­re waren wir nicht mit dem Schiff unter­wegs, erst hat uns, wie vie­le, Coro­na gestoppt.

Dann hat Wolf­gang etli­che Arbei­ten am Schiff in Angriff genom­men. Neu­er Motor. Neu­er Bug­s­priet. Fes­te Solar­pa­nee­le zum Aus­schie­ben am Gerä­te­trä­ger. Kom­plett neue Lithi­um-Ver­sor­gungs­bat­te­rien. Neue Elek­trik mit meh­re­ren ver­schie­de­nen Elek­trik­schrän­ken über die gesam­te Zeit. Neue Backskis­te. Elek­tri­sche Anker­winsch. Lee­se­gel. Pan­try über­ar­bei­tet. Neu­er Fuß­bo­den im Inne­ren. Neu­es Schlauch­boot mit Davids. Sanie­rung des Deck­be­rei­ches unter dem Mast­fuß und so wei­ter .., zumal mein lie­ber Mann in 2022 eine Fuß-OP hat­te.

In die­sem Jahr soll­te die gro­ße Rei­se los­ge­hen. Ein alter Traum soll­te nun end­lich Wirk­lich­keit wer­den, auf eige­nem Kiel in New York ein­lau­fen.

Im Mai woll­ten wir los und für ca. 2 Jah­re unter­wegs sein. Auf der 1. Etap­pe für die­ses Jahr woll­ten wir nur bis Portugal/Spanien und dort das Schiff über Win­ter lie­gen las­sen. Wir selbst woll­ten über den Win­ter zu Hau­se sein. Im nächs­ten Jahr soll­te es dann wei­ter bis in die Kari­bik gehen, wobei ich die Über­fahrt aus­ge­las­sen hät­te und nach­ge­flo­gen wäre.

Soweit der Plan, und die Jah­re des Refits bei unse­rer Lady waren die Vor­ar­beit für die­sen gro­ßen Törn.  

Aber wie das immer so ist. Ers­tens kommt es anders …

Anfang April stürz­te ich auf der Haus­trep­pe und hat­te etli­che Pro­ble­me, ein Fuß­kno­chen und das Waden­bein waren gebro­chen, abge­se­hen von den ande­ren “Klei­nig­kei­ten am Kopf und den Zäh­nen” :-((

Doch von mei­nem Ortho­pä­den bekam ich nach vie­len Unter­su­chun­gen erst für den Sep­tem­ber das ok, wie­der aufs Schiff zu gehen, mit dem gro­ßen Ver­spre­chen, beim Anle­gen nicht vom Schiff zu sprin­gen. Das bedeu­te­te für uns, dass unse­re Plä­ne wie­der ein­mal in der Ton­ne lan­de­ten.

Also, ein Satz mit x, nix wird es mit der gro­ßen Fahrt. Nach­dem so die Mona­te ins Land gegan­gen sind, beschlos­sen wir kur­zer­hand: Wir fah­ren dann im Sep­tem­ber los und sehen uns Kopen­ha­gen an.

Vom 06. Sep­tem­ber bis zum 20. Okto­ber waren wir unter­wegs.

Unse­re Rou­te für den ver­kürz­ten Törn: 

Cux­ha­ven, Nord­ost­see­ka­nal, Feh­marn, Gedser, Klin­tholm, Rød­vig, Dra­goer, Kopen­ha­gen.

rot die Hin­fahrt und blau die Rück­fahrt

Woche 01 =
Do. 05.09.2024 - So. 15.09.2024
von Hook­siel bis Burg­staa­ken
Woche 02 =
Mo. 16.09.2024 - So. 22.09.2024
Burg­staa­ken bis Dra­goer
Woche 03 =
Mo. 23.09.2024 - So. 29.09.2024
von Dra­goer ü. Sundby/Kopenhagen bis Rød­vig
Woche 04 =
Mo. 30.09.2024 - So. 06.10.2024
von Rød­vig bis Möl­ten­ort
Woche 05 =
Mo. 07.10.2024 - So. 13.10.2024
von Möl­ten­ort bis Cux­ha­ven
Woche 06 =
Mo. 14.10.2024 - So. 20.10.2024
von Cux­ha­ven bis Hook­siel

05.09.2024 - Donnerstag: wir kommen im Hafen an

Wir kom­men in Hook­siel an. Das Wet­ter bei unse­rer Ankunft: kla­rer Him­mel, Temp. 26°, Wind E3-4, Baro 1011. Also eigent­lich Hoch­som­mer.

Das Auto, wie immer, ist bis unters Dach voll. Beim Aus­pa­cken fällt uns auf, dass wir unse­re Com­fort­sit­ze und auch die ande­ren Sitz­kis­sen in Solin­gen ver­ges­sen hat­ten.

Ansons­ten wird geputzt und geräumt. Mein lie­ber Mann muss sich doch ziem­lich umstel­len, nach 5 Jah­ren nun wie­der zu zweit auf dem Boot zu sein:-)) Auch unse­re Schlaf­si­tua­ti­on müs­sen wir neu aus­tes­ten, da ich mit mei­nen nächt­li­chen Krämp­fen doch öfters mal schnell auf die “Bett­kan­te” muss, da wird es im Vor­schiff zu zweit etwas schwie­rig wer­den. Also ver­zieht sich Wolf­gang zum Schla­fen in den Salon, dank der Umbau­ar­bei­ten für das Lee­se­gel ist Platz genug, und ich schla­fe allei­ne im Vor­schiff, las­se den Mit­tel­keil weg und kann so leicht mal auf­ste­hen. Man ist ja schließ­lich nicht mehr die Jüngs­te.

06.09.2024 - Freitag: nur Hooksiel

Das Wet­ter am frü­hen Mor­gen: kla­rer Him­mel, Temp. 20°, Wind E4, Baro 1011.

Nach einem guten Früh­stück fah­ren wir zuerst zu SVB, neue Sit­ze und noch ein paar Klei­nig­kei­ten ein­kau­fen.

Dann geht es nach Wil­helms­ha­ven zum Ein­kau­fen der Lebens­mit­tel für die nächs­ten Wochen.

Das Auto voll­ge­packt, geht es wie­der zum Hafen, wo wir nach und nach das vol­le Auto lee­ren, um das Boot nach und nach zu fül­len.

07.09. 2024 - Samstag: nur Hooksiel

Das Wet­ter: ¼ bew., Temp. 18°, Wind E2, Baro 1010.

Deck und Cock­pit bedür­fen noch einer gründ­li­chen Rei­ni­gung. Dann legen wir uns quer vor die Ach­terd­al­ben in den Wind, um das Groß neu anzu­schla­gen und die Reff­lei­nen ein­zu­zie­hen. Tags­über wur­de es heu­te sehr heiß, wir haben gut geschwitzt und viel getrun­ken.

08.09.2024 - Sonntag: nur Hooksiel

Das Wet­ter: ¼ bew., Temp. 18°, Wind ESE2, Baro 1005.

Eigent­lich woll­ten wir heu­te um 09:00h die Schleu­se neh­men und nach Cux­ha­ven fah­ren. Wind, Wet­ter und Tide haben gut gepasst. Aber die bei­den letz­ten Tage waren sehr heiß und wir woll­ten uns nicht het­zen, also geht es am Mon­tag erst los, mit dem ein­zi­gen Nach­teil, dass wir um 08:00h schleu­sen müs­sen.

Die letz­ten 1.000 Klei­nig­kei­ten wer­den noch erle­digt, und abends geht es in die Fisch­bu­de am Außen­ha­fen zum lecke­ren Back­fisch.

Mor­gen kann es dann los­ge­hen … Mal sehen, wie das alles so klappt und was uns erwar­tet … wie gesagt: Irgend­was ist immer.

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