2016 - Woche 11 am 23.09.2016 - ich schwindele

23.09.2016 - Montag: heute: nur Cuxhaven

das Wet­ter heute: teil­weise bewölkt, Wind: DE 3 - Tem­per­atur: 16° - Barom­e­ter: 1019 mB.

Am Vor­mit­tag ist PC-Time. Wolf­gang besucht die Fir­ma Lidl.

Die Sonne geht auf und schiebt hof­fentlich die Wolken weg

mor­gens um sieben … :-))

Der Wohn­wa­gen­platz direkt am Hafen ist nach wie vor gut besucht.

Am Nach­mit­tag machen wir einen Spazier­gang zur „Alten Liebe“ und durch die gesamten Hafe­nan­la­gen. Wet­ter­mäßig haben wir Glück. Über­wiegend scheint die Sonne, nur sel­ten schieben sich ein­mal Wolken vor die Sonne.

Der Ham­burg­er Leucht­turm, der Anfang des 19. Jahrhun­derts von der Stadt Ham­burg erbaut wurde. Zu dieser Zeit gehörte das Gebi­et hier noch zu Ham­burg.

Er ist ein Wahrze­ichen von Cux­haven und ste­ht unter Denkmalschutz.

Die his­torische 2-stöck­ige Aus­sicht­splat­tform wurde 1733 errichtet. Heute informiert eine Laut­sprecher­ansage über die vor­beifahren­den Schiffe.

Selb­st Hein­rich Heine, der mehrfach in Cux­haven war, nahm die Alte Liebe in einem Gedicht zum The­ma.

Eine Spitze eines gezo­ge­nen Rammp­fahles der Alten Liebe.

Im Hin­ter­grund der Hafenkon­troll­turm, 1960 erbaut

Das Sem­a­phor von 1884. Es zeigt die Win­drich­tun­gen und -Stärken bei Borkum und Hel­goland an.
In den Kreisen wird die Rich­tung angezeigt, im oberen Teil die Wind­stärke, wobei jed­er Arm 2 Wind­stärken bedeutet.
Hier z.B: Wind aus NNO mit Stärke 4

Das Minen­such­er-Ehren­mal wurde 1935 eingewei­ht. Der Mit­telpunkt ist eine echte Seem­ine aus dem 1. Weltkrieg.

Das alte Feuer­schiff Elbe 1 heute ist es ein schwim­mendes Muse­um, es ist jedoch jed­erzeit voll funk­tions­fähig.

Den Abend ver­brin­gen wir bei gutem Essen an Bord.

20.09.2016 - Dienstag: heute: nur Cuxhaven

das Wet­ter heute: total bewölkt,
Wind: ENE 2 - Tem­per­atur: 15° - Barom­e­ter: 1018 mB.

Ich habe wieder mal Magen und einige Gänge in der Nacht gehabt. Wolf­gang holt sich bei der Hafen­meis­terin den Zugang zum WLAN, hier an Steg 1 ist es richtig gut. Auch erfährt er, dass er hier in der Box als 9,50 m Boot durchge­ht und deshalb nur 13 € statt der üblichen 20 € zahlen muss. Tagsüber ziem­lich entspan­nt und ein kurz­er Gang ins nahegele­gene Lot­sen­vier­tel.

Jedoch am Abend kommt ein Anruf der Mal­teser aus Solin­gen. Schwiemu ist im Tiefgeschoss am Müll­con­tain­er gefall­en und musste zum Nähen ein­er Platzwunde ins Kranken­haus. Unser „Omateam“ hat bestens funk­tion­iert und Irm­gard ist mit ihr ins Kranken­haus gefahren und hat sie dann auch wieder heim gebracht.

Ich hänge noch mit meinem Magen ein wenig in den Seilen. So hat mein lieber Mann entsch­ieden, dass wir mor­gen noch nicht nach Hook­siel fahren.

21.09.2016 - Mittwoch: heute: nur Cuxhaven

das Wet­ter heute: teil­weise bewölkt, Wind: NNE 1-2 - Tem­per­atur: 17° - Barom­e­ter: 1022 mB.

Beim Eierkochen mussten wir die 3. Gas­flasche anbrechen. Am Vor­mit­tag füllt Wolf­gang noch ein­mal Frischwass­er nach und macht einen Gang zum Einkaufen. Ist auch zu Fuß gut zu erre­ichen, wenn man nicht zu viel schlep­pen muss.

Mein Magen meint nun, es reicht und will nach heim ;-)) So wollen wir mor­gen los­fahren. Wolf­gang macht am Nach­mit­tag noch einen Spazier­gang und nutzt das Allein­sein mit etwas mehr Tem­po beim Gehen.

Am Abend frage ich: Was ist los, warum wankt unser Schiff so? Mein lieber Mann meinte nur trock­en: Verträgst Du den Wein nicht mehr? :-))

Die Vorher­sage für mor­gen: Wind aus südlichen Rich­tun­gen mit 2 Bft. DWD sagt 3-4 Bft. Voraus. Mal sehen, wer Recht hat.

22.09.2016 - Donnerstag: Unsere Route heute: von Cuxhaven nach Hooksiel

das Wet­ter heute: teil­weise bewölkt, Wind: S 2 - Tem­per­atur: 15° - Barom­e­ter: 1022 mB.

Mein Magen hat sich etwas beruhigt und so beschließen wir, zu fahren.

07:30h geht es los nach Ton­nen neben der Fahrwasser­seite. Wind S2 Geschwindigkeit über Grund teil­weise über 8 Kn.

Gut 3 Std. später kön­nen wir segeln. Aber mit dem Groß haben wir zu viel Krän­gung, sodass die Enden des auf der Heck­plat­tform ste­hen­den Schlauch­bootes immer wieder im Wass­er schleifen.

Also Mas­chine an, Wolf­gang hängt das Schlauch­boot ans Schiff an, die Gen­ua bleibt ste­hen, sie zieht gut mit.

Gegen 13:00h fahren wir ins Wangerooger Fahrwass­er ein und machen 2 Std. später in unserem Außen­hafen fest.  Wir haben sog­ar die Geschwindigkeit ab Tonne 16 drastisch gedrosselt, dass wir nicht zu früh im Außen­hafen waren. Wir laufen mit 1.000 UpM trotz­dem noch 6 Kn über Grund.

Wir kön­nen dann die 16:00 Schleuse nehmen und machen dann später unter mein­er Führung in unser­er Box fest, da der Schwindel noch immer nicht ver­schwinden will.

Dann bekomme ich wieder Gle­ichgewichtsstörun­gen wie gestern am Abend. Das kann aber nicht mehr am Wein liegen. So suchen wir einen All­ge­mein­medi­zin­er in Hook­siel auf. Er meint nur trock­en: Sie haben sich­er zu wenig getrunk­en. Mor­gen früh soll noch Blut abgenom­men wer­den.

23.09.2016 - Freitag: Heimathafen

das Wet­ter heute: Sonne, Wind: - Tem­per­atur: 17° - Barom­e­ter:

Ich wanke weit­er durch die Land­schaft, als hätte ich zu viel Alko­hol im Blut. Da die Pumpe unser­er Toi­lette ver­sagt, führt mich Wolf­gang zu unserem San­itärge­bäude, dass ich auf dem Steg ja nicht ins Wass­er falle. Wir fahren dann zur Blutab­nahme.

Da uns der Arzt nicht wirk­lich weit­er­helfen kann, entschei­den wir uns auf­grund der Umstände, das Absegeln für mor­gen abzusagen. Wir fahren bere­its heute heim. Wir machen also nach dem Früh­stück das Boot fer­tig und pack­en die nötig­sten Sachen ins Auto und starten gegen 12:00h in Rich­tung Solin­gen.

Das war lei­der kein rühm­lich­es Ende unseres diesjähri­gen Törns und brachte mir mehrere Wochen Kranken­hausaufen­thalt in Solin­gen ein, wo ich wirk­lich von Kopf bis Fuß durchgecheckt wurde. Aber ich lebe ja noch ;-)) und mir geht es wieder gut.

O-Ton Wolf­gang: Unser Törn in diesem Jahr dauerte 11 Wochen und wir haben ins­ge­samt fol­gende Zahlen notiert:

Gefahrene SM nach GPS = 834 SM

Gefahrene Stun­den = 175,5 Std.

Ohne NOK = 151,7 Std.

Gefahrene Stun­den unter Mas­chine: 116,4 Std.

Ohne NOK = 92,6 Std.

Ohne NOK Anteil Maschi­nen­fahrt 61% (teil­weise mit Segelun­ter­stützung)

Wet­ter: beschei­den bis …

Im näch­sten Jahr wer­den es sich­er noch etliche Motorstun­den mehr wer­den, denn der Götakanal ste­ht ja an.

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