2016 - Woche 08 am 29.08.2016 - Gas- und Kohlendioxidwarner

29.08.2016 - Montag: heute: nur Præstø

das Wet­ter heute: bewölkt, Wind: SSW 4 - Tem­per­atur: 17° - Barom­e­ter: 1009 mB.

Durch den west­lichen Wind ist der Wasser­stand in der Nacht um 40 cm gefall­en.
Unser Schiff hing am Längssteg schon etwas in den Seilen.

Für meine kurzen Beinchen brauche ich eine Leit­er, wenn ich mit an Land gehen möchte :-))

Gegen 7:00h set­zt ein stark­er Regen­schauer mit starken Wind­böen um 20 Kn.

Der ganze Tag ist gemis­cht von kurzen Son­nen­in­ter­vallen, Regen­schauern und Böen bis 20 Kn.

Wolf­gang ist einkaufen und einen Zah­narzt auf­suchen und wird hier auch fündig.

Hier gibt es einen Net­to. Lt. Plan gibt es am west­lichen Stad­trand sog­ar einen Aldi. Zwis­chen­durch find­et er sog­ar noch einen Frisör. Ein­mal Haare schnei­den, macht 200 DKR. Beim Zah­narzt bekommt er einen Ter­min für 13:00h, der dann rel­a­tiv prob­lem­los ein neues Pro­vi­so­ri­um auf zemen­tiert. Der Zah­narzt ist auch Segler und hat sein Schiff auch hier im Hafen liegen, das macht natür­lich alles etwas ein­fach­er.

Am Nach­mit­tag machen wir einen Spazier­gang durch die Stadt.

Das Hotel Fred­eriks­minde befind­et sich auf einem alten Klostergelände. Das Antoniterk­loster war das einzige in Däne­mark. Es wurde ehe­mals im 15. Jahrhun­dert errichtet.

Der Antoniter­mönch mit dem Schwein und das Antoniterkreuz

Der Orden ent­stand Ende des 11. Jahrhun­derts (ca. 1095) in der Nähe von Saint-Antoine-l’Ab­baye in Südost­frankre­ich, ursprünglich aus Laien­brud­er­schaften, die sich um die Reliquien des heili­gen Anto­nius der Große küm­merten.
Die Antoniter gehörten zu den bedeu­tend­sten Hos­pi­talor­den des Mit­te­lal­ters und betrieben ein weitre­ichen­des Netz an Spitälern (über 300 Häuser in ganz Europa).
Sie tru­gen eine schwarze Orden­stra­cht mit einem blauen Taukreuz (T-Kreuz) auf der Brust.
Die Bedeu­tung des Ordens nahm nach dem Mit­te­lal­ter ab; er wurde 1803 endgültig aufgelöst.
Antoniter­mönche wur­den oft mit einem Schwein dargestellt. Sie durften ihre Schweine in den Dör­fern frei herum­laufen lassen (erkennbar an ein­er Glocke), um sie zu mästen. Dies hing damit zusam­men, dass Schweine­fett als Sal­ben­grund­lage für die Behand­lung des Anto­nius­feuers genutzt wurde.


Das Rathaus mit einem Café im Innen­hof.

Praestø kirke aus dem 14. Jahrhun­dert

Ein Teil der ganz beson­deren Art

Das abge­bildete Kunst­werk ist der Brun­nen „Ski­bet“ (Das Schiff), der sich auf dem Svend Gønges Torv in Præstø, Däne­mark, befind­et. 

Hier sind einige Details zu diesem markan­ten Objekt:

  • Entste­hung: Das Werk wurde im Jahr 2002 von dem Kün­stler Bo Kar­berg geschaf­fen.
  • Mate­ri­alien: Die Skulp­tur beste­ht aus einem riesi­gen Naturstein-Fin­d­ling, der während der Eiszeit vor etwa 13.000 Jahren nach Däne­mark gelangte. In diesen Stein ist ein „Schiff“ aus mas­sivem, grün­lichem Glas ein­ge­lassen.
  • Sym­bo­l­ik: Das gläserne Schiff ruht in der Öff­nung des Steins, wobei Wass­er über das Glas fließt, was dem Brun­nen eine dynamis­che und gle­ichzeit­ig zeit­lose Optik ver­lei­ht. 

Der Brun­nen ist ein zen­trales Ele­ment des Platzes in Præstø und verbindet die raue Natur des Fin­d­lings mit der frag­ilen Ele­ganz des Glaskunst­werks.

Für mor­gen sind immer noch starke Winde ange­sagt. Daher wer­den wir hier noch einen Tag länger bleiben.

Sieht doch gar nicht so schlecht aus :-))

30.08.2016 - Dienstag: heute: nur Præstø

das Wet­ter heute: Sonne, Wind: SW 2-3 - Tem­per­atur: 15° - Barom­e­ter: 1023 mB.

Das Wass­er ist immer noch so tief wie gestern am Abend.

Am frühen Mor­gen will die Marte Meo weit­er­fahren und kommt kaum aus der Box raus. Durch den fal­l­en­den Wasser­stand und recht schräg nach innen ste­hende Dal­ben ist die Box doch ziem­lich einge­gan­gen ;-)) Mit viel Mühe schaf­fen sie es dann doch. Wir wer­den uns mor­gen evtl. in Vord­ing­borg nochmals sehen.

Doch mit vere­in­ten Kräften geht es dann doch :-))
Da fährt sie nun von dan­nen.

Wolf­gang justiert den Bat­teriemon­i­tor neu, da er das Gefühl hat, dass dieser falsch anzeigt. Die Ladeanzeige blieb kon­stant auf 14,5 V und darüber, obwohl die Bat­te­rien voll sind und außer­dem alle Ver­brauch­er aus­geschal­tet waren.

Dann taucht er von allen Seit­en in den Motor­raum ein, um die Ölaus­lasss­chraube am Getriebe nachzuziehen. Irgend­wie schafft er es auch, halb Schlangen­men­sch.

Danach muss er nach diesen Ver­renkun­gen erst ein­mal schwim­men gehen. Aber mit dem Ziel, das Kraut vom Ankern von der Logge zu ent­fer­nen. Denn sie zeigte auch nicht mehr genau an. Zum Abschluss ruft eine warme Dusche auf der Heck­plat­tform. Trinkwass­er muss auch noch gebunkert wer­den, Aber dann ist wieder Urlaub.

Am Nach­mit­tag machen wir noch einen Spazier­gang zum Wes­t­ende der Stadt und find­en dort tat­säch­lich den Aldi-Nord. Dort sehen wir auch zum ersten Mal in Däne­mark H-Milch, sowie Kaf­feepads. Ins­ge­samt holen wir in 2 Durchgän­gen genug Milch und Kaf­feepads, damit wir bis Deutsch­land genü­gend Vor­rat haben.

Auf dem Rück­weg gön­nen wir uns dann das „zweite“ Urlaub­seis und nach Wolf­gangs Mei­n­ung ist es gut. Ich war nicht so sehr überzeugt, aber vielle­icht hat­te ich nur die falschen Sorten bestellt.

Mor­gen wollen wir durch den Bøgestrøm nach Vord­ing­borg. Wie uns unsere Nach­barn von der Marte Meo sagten, soll es dort sehr schön sein.

Der Wet­ter­bericht sagt für mor­gen: Winde um 3 Bft. Aus SW bis S. später sog­ar auf O drehend und weit­er abnehmend. Lassen wir uns mal über­raschen.

Sieht doch wieder ein­mal eigentlich gar nicht so schlecht aus, oder?

31.08.2016 - Mittwoch: heute: nur Præstø

das Wet­ter heute: Sonne, Wind: W 0-1 - Tem­per­atur: 13° - Barom­e­ter: 1025 mB.

Mor­gens um 7 war die Welt noch in Ord­nung.

O-Ton Wolf­gang: Gestern Abend hat­ten wir noch das Phänomen, dass plöt­zlich der Gaswarn­er anging. Zu der Zeit lief das Ladegerät und der Mon­i­tor zeigte über 15V an, obwohl volle Bat­terieladung (105%) angezeigt wurde. Ich habe dann das Ladegerät über Nacht abgeschal­tet, weil ich Bam­mel hat­te, dass die Bat­te­rien durch den hohen Lade­strom das Gasen anfan­gen wür­den. Gut 1 Std. später meldete sich der Kohlen­diox­id­warn­er. Der läuft aber nicht über den Schiff­sstromkreis, son­dern mit ein­er eige­nen 9 V Bat­terie, die heute Mor­gen nur noch 8,9 V beim Messen anzeigte. Also war das offen­sichtlich nur ein Warnsignal, dass die Bat­terie am Abnip­peln ist.

Heute Mor­gen zeigt der Bat­teriemon­i­tor 13,0 V an. Ladezu­s­tand 100% mit aus­geschal­tetem Ladegerät. Wenn es eingeschal­tet wird, fängt es an, mit voller Kraft (19,8 A) zu laden (20A) – Bulk-Ladung -  und die Bat­ter­ies­pan­nung steigt bis auf über 15,5V. So entschließe ich mich, heute noch nicht weit­erz­u­fahren, son­dern zunächst das Bat­terieprob­lem zu klären.

Nach den durchge­führten Prü­fun­gen der Bat­te­rien und Ladegerät ver­suche ich es mit dem kleinen Ersat­zladegerät. Let­z­tendlich komme ich zu der Überzeu­gung, dass das Ladegerät einen Defekt haben muss, da es ja mit dem Ersatz funk­tion­ierte.

Ich schreibe also die Fir­ma an und schildere das Prob­lem. Ich bekommt auch kurze Zeit später die Auskun­ft, dass es an einem defek­ten Tem­per­atursen­sor liegen könne und ich es mal ohne pro­bieren solle. Gesagt – getan, es sieht wirk­lich bess­er aus, die Ladespan­nung geht nicht mehr über 14,6 V und wenn keine großen Ver­brauch­er wie der Lap­top angeschlossen sind, geht der Ladesta­tus auch wieder auf „Float“.

Auch hier ist Mittwochs-Regat­ta

Am Nach­mit­tag machen wir noch einen län­geren Spazier­gang durch die Stadt und kaufen noch einige Sachen ein. In einem Optik­er­laden erste­ht Wolf­gang auch noch eine Bat­terie für seine Uhr.

ein neuer Ver­such …

… und ich darf die Angelschnur entwirren :-))

O-Ton Wolf­gang: Das Ladegerät scheint ohne das Tem­per­atursen­sork­a­bel zu funk­tion­ieren, also brauchen wir unsere Ziele erst ein­mal nicht zu ändern und wer­den mor­gen nach Vord­ing­borg fahren. Die Vorher­sage für Mor­gen: Wind 4 BFt. Aus W. Das ist zwar wieder mal keine opti­male Win­drich­tung für uns, aber es wird schon gehen.

Wird es mor­gen schön oder wird es schön?

01.09.2016 - Donnerstag: Unsere Route heute: Praestø ⇒ Vordingborg

das Wet­ter heute: Sonne, Wind: SW 0-1 - Tem­per­atur: 15° - Barom­e­ter: 1020 mB.

Das Ladegerät hat sich über Nacht vol­lkom­men nor­mal ver­hal­ten. Außer­dem hat­ten wir eine ruhige Nacht.

Tschüss Praestø

Gegen 09:00h starten wir und kön­nen 1 Std. später sog­ar wieder segeln.

Ganz schön taff, die Herrschaften.

2 Std. später kom­men wir an den Bøgestrøm und motoren dann weit­er.
Hier heißt es, dass man unbe­d­ingt die Fahrrinne ein­hal­ten sollte, da es außer­halb sehr schnell sehr flach wer­den kön­nte.

Kurz vor der Brück­endurch­fahrt, der Dron­ning Alexan­drines Bro bei Kalve­have

set­zt ein heftiger Regen­schauer ein mit Böen von 35 Kn. Der Regen kommt fast waagerecht von vorn, so dass das Cock­pit kaum nass wird.

Die Storstrøms­broen über den Storstrøm­men wer­den wir erst bei der Weit­er­fahrt passieren.

Die Ans­teuerung durch den Fægestrøm in Rich­tung Vord­ing­borg ist dann etwas span­nend, weil die Ton­nen auf dem Wass­er nicht mit den Ton­nen auf der Karte übere­in­stim­men. Zu allem Über­fluss zeigt der Plot­ter noch eine 3. Ver­sion an. Außer­dem ist hier wohl Jugen­dregat­ta.

Gegen 16:30h erre­ichen wir den Hafen von Vord­ing­borg. Die Box­en sind alle viel zu lang für uns und so machen wir wieder am Kopf­steiger der Brücke 3 fest. Hier haben wir wieder eine tolle Aus­sicht aufs Wass­er. Kaum nach dem Fest­machen, tre­f­fen wir die Crew der Marte Meo wieder. Sie liegen seit gestern hier und wollen mor­gen weit­er. Von ihnen bekom­men wir die ersten Tipps für Vord­ing­borg.

Die san­itären Anla­gen sind mit­telmäßig, das WLAN dafür sehr gut. Nun ist heute auch noch unsere Logge aus­ge­fall­en.

02.09.2016 - Freitag: heute: nur Vordingborg

das Wet­ter heute: Sonne, Wind: SW 2 - Tem­per­atur: 16° - Barom­e­ter: 1020 mB.

Ein her­rlich­er Aus­blick, was will man mehr?
Und hin­ter uns ein voller Hafen.

Nach dem Früh­stück ver­ab­schieden wir uns von der Marte Meo, nach­dem wir unsere Adressen aus­ge­tauscht haben. Es war eine nette Bekan­ntschaft. Vielle­icht sehen wir uns mal wieder.

Beim Hafen­meis­ter erhal­ten wir heute eine „Freinacht“, da wir bere­its 4 Nächte in Praesto und Vord­ing­borg nach­weisen kön­nen.

Dann machen wir eine Rad­tour rechts vom Hafen: Marienlyst
Es wurde um 1800 erbaut und heute ist es ein großer Gut­shof mit Pfer­dezucht und noch immer im Pri­vatbe­sitz.

Links vom Hafen fahren u.a. über eine wun­der­schöne Hal­binsel, auf der sich ein großes Klinikge­bäude befind­et. Sieht sehr nach ein­er psy­chi­a­trischen Klinik aus.

Wie wir später erfahren, befind­et sich zwar hier auf dem seht weitläu­fi­gen Gelände zwar noch eine Hautk­linik und ein Muse­um der Psy­chi­a­trie.

Auf dem Weg zur Stadt sehen wir schon die Bur­gru­ine mit teil­weise noch vorhan­de­nen Wasser­gräben. Es sind Reste der größten mit­te­lal­ter­lichen Burg Däne­marks. Erbaut wurde sie Anfang des 12. Jahrhun­derts.

Die Tour verbinden wir noch mit einem Einkauf bei Kvick­ly und sind am frühen Nach­mit­tag wieder auf dem Schiff.

Das Bild zeigt eine Skulp­tur des dänis­chen Bild­hauers Niels Erik Gjerde­vik (mitunter auch dem Kün­stler Keld Mose­holm zugeschrieben, der für ähn­liche Fig­uren bekan­nt ist), die sich auf dem Slot­storvet in Vord­ing­borg, Däne­mark, befind­et.
Vorder­grund: Die Bronzeplas­tik zeigt mehrere rundliche, anonyme Fig­uren, die sich unter einem stil­isierten Tor­bo­gen befind­en. Dieser Tor­bo­gen ist so aus­gerichtet, dass er den Blick auf das his­torische Wahrze­ichen der Stadt rahmt.

Hin­ter­grund: Im Durch­gang des Bogens ist der berühmte Gåsetår­net (Gänse­turm) zu sehen. Er ist der einzige voll­ständig erhal­tene Turm der mit­te­lal­ter­lichen Burg Vord­ing­borg und stammt aus den Jahren 1362–65.

Sym­bo­l­ik des Turms: Der Name leit­et sich von der gold­e­nen Gans an der Turm­spitze ab, die König Valde­mar Atter­dag dort anbrin­gen ließ, um die Hanse zu verspot­ten.

Der Nach­mit­tag wird dann wet­ter­mäßig nicht mehr so toll, da es sich zuzieht und mehrere Schauer uns beglück­en. Es hätte uns auch son­st etwas gefehlt. Dann hal­ten wir eine kleine Sies­ta und schon ist es wieder Zeit, Aben­dessen zu bere­it­en. Wolf­gangs Leib- und Magen­speise: Bratkartof­feln.

03.09.2016 - Samstag: heute: nur Vordingborg

das Wet­ter heute: bewölkt, Wind: NW 3-4 - Tem­per­atur: 16° - Barom­e­ter: 1015 mB.

In der Nacht hat es wieder gut gereg­net. Am Vor­mit­tag war Wolf­gang noch kurz bei Aldi einkaufen.

Das Schiff legte heute hin­ter uns an und war wohl auch ankern :-))

Also entschloss sich mein lieber Mann zum Tauch­gang, um die Logge wieder zu „entkraut­en“. Am besten war wohl de warme Dusche danach.

Der weit­ere Tag verge­ht mit angenehmem Nicht­stun. Auch das Aben­dessen war nicht anstren­gend ;-))

04.09.2016 - Sonntag: heute: nur Vordingborg

das Wet­ter heute: Regen, nichts als Regen, Wind: OSE 3 - Tem­per­atur: 14° - Barom­e­ter: 1010 mB.

Für heute ist den ganzen Tag Regen ange­sagt. Wir bleiben also noch einen weit­eren Tag hier in Vord­ing­borg. Die Vorher­sage hat heute wirk­lich ges­timmt: Es hat nur ein Mal gereg­net und das den ganzen Tag. Zwis­chen­durch heftige Schauer. O-Ton Wolf­gang: Lei­der hat das auch gezeigt, dass an den Fen­stern im Salon noch etwas getan wer­den muss. Da kommt teil­weise noch Nass­es durch, aber erst seit diesem Som­mer.

Som­mer? Zumin­d­est vom Kalen­der her sollte es noch Som­mer sein. :-((

Abends gibt es leckere rote Nudeln und wir ver­suchen verzweifelt das WM Qual­ispiel Deutsch­land – Nor­we­gen zu sehen. Dies gelingt erst zur 2. Hal­bzeit über Zat­too Pre­mi­um.

Wieder ist eine Woche vor­bei, man kann es gar nicht glauben, wie die Zeit fliegt. 8 Wochen sind wir nun schon unter­wegs.

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